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Marseille

Auf unserer Reise durch das westliche Mittelmeer haben wir nun die italienische Küste verlassen. Nächstes Ziel war Marseille. Ich gebe zu, meine Vorurteile sagten nicht viel Gutes über die Stadt. Großstadt, Hafenstadt, eher schmutzig als schön und mit Problemen hinsichtlich Kriminalität. Zu meiner freudigen Überraschung konnte ich feststellen, dass Marseille eine sehr schöne Stadt ist. Gar nicht so riesig, wie ich erwartet hatte (trotzdem die zweitgrößte Stadt Frankreichs) und mit sehr ansehnlichen Seiten. Eine sehr französische Stadt mit Stadthäusern und Boulevards, wie man sie von Paris erwartet. Dazu das Meer, das sich mit seinen Inselchen vor der Stadt ausbreitet. Mag sein, dass das strahlende Sonnenscheinwetter mich so für die Stadt eingenommen hat nach all den Regentagen, mir hat Marseille jedenfalls gut gefallen. :)



Wir haben wieder eine Stadtrundfahrt gemacht, man hätte auch noch auf eigene Faust Erkundungen machen können, aber das war sehr in Ordnung so. Mit dem Bus ging es erst mal lang, lang am Kreuzfahrtterminal und am Hafen entlang, dann rein in die Stadt zur ersten Sehenswürdigkeit:



Das ist das Palais Longchamp, ein Monumentalbau aus dem 19. Jahrhundert, der heute zwei Museen beherbergt. Das Bauwerk wurde errichtet, um zu feiern, dass die Wasserversorgung die Stadt erreicht hat. Daher die ganzen Wasserspiele, Wasser hatte man ja nun genug.

Ein sehr beeindruckendes… Ding. Wir waren nicht drin, deshalb kommt es mir gar nicht wie ein Gebäude vor, sondern nur wie ein überdimensioniertes Denkmal. ;) Die Museen lohnen aber vermutlich trotzdem einen Besuch und auch der Zoo, der sich direkt dahinter erstreckt. Ein andermal, wir hatten hier ja nur einen kurzen Stopp auf unserer Stadtrundfahrt.

Der nächste Stopp war unten am Meer an diesem Kriegsdenkmal:



Auch sehr malerisch mit dem Ausblick auf das Meer und die Inselchen. Eins der Inselchen beherbergt übrigens eine Festung und war lange Gefängnis, man mag sich den Grafen von Monte Christo dort vorstellen…

Dann ging es durch enge Gässlein, die der Bus kaum bewerkstelligen konnte, den Berg hinauf. Hoch oben thront die weiße Kirche Notre-Dame de la Garde.



Die Einheimischen nennen Sie „La Bonne Mère“ und sehen sie als Schutzpatronin der Seefahrer. Die Kirche ist noch gar nicht mal so alt. Sie stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist innen ein goldener Palast.



Das ist schon ein bisschen überwältigend mit all den prächtigen Mosaiken. Und wie bei all so historistischen Bauwerken ist es auch ein bisschen unwirklich, wie eine Theaterkulisse.

Beeindruckend ist auch der Ausblick, den man von dort oben auf die Stadt und das Meer hat. Rundumblick, wenn man möchte, auch wenn die Meerseite natürlich besonders viel her macht:



Das waren dann auch schon unsere hauptsächlichen Anlaufpunkte. Wir hatten unten am Hafen noch ein bisschen Zeit, herumzuspazieren. Dort ist viel neu und modern gestaltet worden, als Marseille europäische Kulturhauptstadt war. Wir haben das alte Rathaus gesehen, und beim Vorbeifahren auch einen Blick auf die Kathedrale geworfen.



Doch, das hat mir alles sehr gut gefallen (Sonnenschein!), da kann ich mir gut vorstellen, wiederzukommen und mir die Stadt genauer anzusehen. Auch das Umland bietet sicherlich noch viel Sehenswertes.

Stimmung:
sonnig
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Die Figur in dem Kriegsdenkmal sieht aus wie die in Riga. Nur ohne die Sterne.